Dieses Sinn-Markenzeichen kennzeichnet unsere Uhren mit einem Magnetfeldschutz bis 80.000 A/m.
Magnetfelder, die von Elektromotoren, Lautsprechern oder Türschließern ausgehen, bedingen die Aufmagnetisierung der Nivarox Spiralfeder und beeinträchtigen damit die Ganggenauigkeit. Wir lösen dieses Problem durch einen Schutzmantel, der aus einem geschlossenen weichmagnetischen Gehäuseinnenraum aus Zifferblatt, Werkhaltering und Gehäuseboden besteht. Mit diesem Magnetfeldschutz gehen wir weit über die DIN-Norm für antimagnetische Uhren hinaus und minimieren magnetische Störeinflüsse.
Magnetfeldeinflüsse
Bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden Armbanduhren für spezielle Einsatzzwecke gegen Magnetfelder geschützt. Elektromotoren von Lokomotiven haben einen erheblichen Störeinfluß auf den Gang von mechanischen Uhren. Spezielle Railway-Modelle wurden daher durch einen Eisenmantel gegen diese Magnetfeldeinflüsse geschützt.
Später empfahl sich auch bei Fliegeruhren aufgrund der magnetischen Ablenkspulen von Radarschirmen, die sich in Flugzeugcockpits und den Bodenstationen befinden, die Integration eines Magnetfeldschutzes. Die Beschränkung des Magnetfeldschutzes auf professionelle Einsatzzeitmesser erweist sich in unserer heutigen Alltagswelt allerdings immer häufiger als überholt.
In einer Untersuchung von rund 1000 Uhren, die im Rahmen des SINN-Kundendienstes durchgeführt wurde, erwiesen sich fast 60 % der eingegangenen Uhren als magnetisiert, davon die Hälfte, also 30 %, mit starken Magnetfeldfehlern.
Für diese Untersuchung wurde der Gang vor und nach einer Entmagnetisierungsmaßnahme dokumentiert. Lag der Gang vor der Entmagnetisierung bei über 5 % des durch die Entmagnetisierung erzielten Gangs, wurde ein Magnetfeldfehler konstatiert.
Magnetfeldeinflüsse konnten auch dann vielfach nachgewiesen werden, wenn die Träger sich über keinerlei Kontakt mit Magnetfeldquellen bewußt waren. Während das Erdmagnetfeld viel zu schwach ist, um eine Gefahr darzustellen, können Magnetfelder von Elektromotoren, Lautsprechern, Türschließern oder ähnlichem eine mechanische Uhr nachhaltig in ihrem Gang stören.
Die Hauptfehlerquelle für magnetische Beeinträchtigungen des Uhrengangs liegt in einer aufmagnetisierten Nivarox Spiralfeder, also dem taktgebenden Organ der Uhr. Die
Magnetfeldschutz
Magnetfelder können durch magnetisierbare Werkstoffe umgeleitet werden. Bringt man einen Hohlkörper aus Eisen in ein Magnetfeld, so läßt sich beobachten, dass ein Großteil der Feldlinien in der Wandung des Hohlkörpers gebündelt wird. Der Innenraum wird dadurch weitgehend magnetisch abgeschirmt.
Dieses Prinzip machen sich die SINN-Techniker zunutze, um einen Magnetfeldschutz zu konstruieren. Wichtig ist, daß nach einer Magnetfeldeinwirkung der Schutzmantel nicht aufmagnetisiert bleibt, da er sich in diesem Fall selbst in eine Störquelle verwandeln würde.
Stoffe, die sich leicht magnetisieren lassen, aber dennoch nur eine geringe Remanenz – d.h. nach einer Magnetfeldeinwirkung zurückbleibende Magnetisierung – aufweisen, heißen weichmagnetisch. Reines Eisen erfüllt diese Bedingung zum Beispiel sehr gut.
Mit Hilfe weichmagnetischer Werkstoffe wird bei den mit unserem Magnetfeldschutzzeichen gekennzeichneten Uhren ein Magnetfeldschutz bis 80.000 A/m bzw. 100 mT erzielt.
Bei SINN verwenden wir zur Herstellung dieses Magnetfeldschutzes einen geschlossenen weichmagnetischen Gehäuseinnenraum, bestehend aus Zifferblatt, Werkhaltering und Gehäuseboden. Der Magnetfeldschutz wird auf dem Zifferblatt durch das SINN-Markenzeichen gekennzeichnet. Es stellt stilisierte Magnetfeldlinien und einen Magnetkern dar.
Eine solche Abschirmung geht über die DIN-Vorschrift für antimagnetische Uhren weit hinaus. Die DIN-Norm für antimagnetische Uhren verlangt nur einen Schutz bis 4.800 A/m.