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Ar-Trockenhaltetechnik.

Erhöhte Funktions- und Beschlagsicherheit.

Die Ar-Trockenhaltetechnik löst ein grundsätzliches Problem mechanischer Uhren: die Alterung der Öle auf Grund von enthaltener und/oder nachdiffundierender Luftfeuchtigkeit im Inneren der Uhr. Mit Hilfe der drei Elemente der Ar-Trockenhaltetechnik (Trockenkapsel, EDR-Dichtungen, Schutzgasfüllung) wird das Uhrwerk in einer nahezu trockenen Atmosphäre gelagert. Alterungsprozesse und Anlaufen des Deckglases bei Kälteschocks werden verhindert, Funktionssicherheit und Ganggenauigkeit bleiben länger erhalten.

Die Funktionsfarben der Trockenkapsel.

Weißblau
 

Auslieferzustand

0% 25% 50% 75% 100%

Wieso benötigt eine wasserdichte Uhr überhaupt eine Trockenhaltetechnik?

Das Schöne und Faszinierende am Besitz einer SINN-Uhr ist sicher das Wissen um die feinmechanische Präzision dieses Gebrauchsgegenstandes. Doch so präzise die einzelnen Bauteile auch gearbeitet sind – damit sie dauerhaft funktionieren, müssen Reibung und Abrieb minimiert werden. Hochwertige synthetische Öle sorgen deshalb an den Lagerstellen des Uhrwerks für optimale Schmierung. Ein bisher unvermeidbarer Vorgang bei allen mechanischen Uhren. Feuchtigkeit beschleunigt die Alterung der Öle. Wie gelangt Feuchtigkeit in die Uhr? Wasser ist in unserer Atmosphäre immer auch im gasförmigen Zustand enthalten und kann daher als Gas die Dichtungssysteme eines Uhrengehäuses durchdringen. Temperaturwechsel verursachen dann eine Mikrokondensation, so dass Wasser in flüssiger Form an exponierten Stellen des Uhrwerks angesammelt werden kann. Die Folgen: Die Ölstellen verlieren ihre isolierende Eigenschaft. Der elektrochemische Abtrag und Abrieb sowie die Reibung steigen, der Amplitudenwert der Unruh sinkt, die Uhr läuft zunehmend ungenau und benötigt schließlich eine Überholung. Unsere Ingenieure haben für dieses Problem nach Lösungen gesucht und sie in Form der Ar-Trockenhaltetechnik gefunden.

Lagerung in fast trockener Atmosphäre

Ziel des mit hohem technischen Aufwand realisierten Maßnahmenpaketes ist es, das Uhrwerk in einer nahezu trockenen, schützenden Atmosphäre zu lagern. Als positive Folgen wird nicht nur der Alterungsprozess des Öls verlangsamt und somit die Funktionssicherheit des Werks verlängert. Auch das Anlaufen des Deckglases bei Temperaturschocks (zum Beispiel Eintauchen in kaltes Wasser) lässt sich verhindern, um die einwandfreie Ablesbarkeit jederzeit zu sichern.


Die drei technischen Elemente

Die Ar-Trockenhaltetechnik arbeitet mit drei technischen Elementen: Trockenkapsel, EDR-Dichtungen und Schutzgasfüllung. Die Trockenkapseln bestehen aus fünf Bestandteilen, die in unserer Frankfurter Werkstatt zusammengefügt und anschließend Stück für Stück geprüft werden.


Die Trockenkapsel aus Titan. Wie auch bei Kronen und Drücker verwenden wir hier EDR-Dichtungen.

1. Die Trockenkapsel

Die Trockenkapsel bildet das Herzstück der Ar-Trockenhaltetechnik. Diese mit Kupfersulfat gefüllte Kapsel nimmt Luftfeuchte aus dem Gehäuseinneren auf und hält sie dauerhaft gebunden. Da Kupfersulfat mit zunehmendem Wassergehalt eine Blaufärbung annimmt, dient der Farbton als Indikator des Sättigungsgrades der Trockenkapsel. Die Kapsel ist hierzu mit einem kleinen Sichtfenster aus Saphirkristallglas ausgestattet.


Der komplette Dichtungssatz besteht aus Dichtungswerkstoffen, die extrem diffusions-reduzierend (EDR) sind.

2. EDR-Dichtungen

Um den Gasaustausch zwischen Umgebungsluft und Gehäuseinneren, und somit das Eindringen von Luftfeuchte, von vornherein so gering wie möglich zu halten, verwenden wir bei Uhren mit Ar-Trockenhaltetechnik ausschließlich extrem diffusionsreduzierende Dichtungen, sogenannte EDR-Dichtungen. Diese Dichtungen reduzieren das Eindringen von Luftfeuchte in das Gehäuseinnere auf bis zu 25 % des Werts, den man mit üblichen Gehäusedichtungen aus Nitril (NBR) erzielen kann.


Dezenter Hinweis auf exklusive Spitzentechnik:
Das Ar-Zeichen auf dem Zifferblatt der 103 Ti DIAPAL kennzeichnet die Ar-Trockenhaltetechnik

3. Aufwendige Schutzgasfüllung

Die Ar-Trockenhaltetechnik wird durch eine aufwendige Schutzgasfüllung perfektioniert. Dies schafft ideale Startbedingungen für die Arbeit der Ar-Trockenhaltetechnik. Nur noch nachdiffundierende Luftfeuchte muss in diesem Fall in der Trockenkapsel gebunden werden. Die herkömmmlicherweise bei der Montage eingeschlossene Feuchte entfällt auf diese Weise.

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