Den EZM 12 trug Martin Leitl bei seiner zweiten Forschungsexpedition in die Antarktis. Obwohl das GPS-Gerät 21 Uhr anzeigt, ist es taghell. Laut der geographischen Koordinaten befand sich Martin Leitl zu diesem Zeitpunkt auf dem Kontinent Antarktika, dem südlichsten Kontinent der Erde. Er schließt den Südpol ein und liegt inmitten der durch den südlichen Polarkreis begrenzten Antarktis, mit der er umgangssprachlich oft identifiziert wird.

In der Welt zu Hause – in den Bergen daheim

Notarzt Martin Leitl mit dem EZM 12 im hochalpinen Luftrettungsdienst

Berner Oberland, Schweiz. Noch befindet sich der Rettungshubschrauber am Boden. Notarzt Martin Leitl wartet an diesem Herbsttag auf seinen ersten Einsatz in dieser wunderschönen hochalpinen Gebirgslandschaft. Wenn der Notruf ertönt, fliegt er los, zusammen mit einem Piloten und einem Rettungsassistenten. Immer geht es darum, verunglückte Wanderer, Bergsteiger, Skifahrer oder Gleitschirmflieger aus misslichen Situationen zu retten. Seit 2013 begleitet Martin Leitl diese Einsätze. Dabei sind sie nur ein Schwerpunkt in seinem bis dato so abwechslungsreich verlaufenden Leben.

Notarzt Martin Leitl an Bord des vollausgestatteten Rettungshubschraubers, am Handgelenk den EZM 12. Die Rettungsflüge erfolgen ganzjährig, Tag und Nacht. Bei komplexen Gebirgsrettungen ist zusätzlich ein Bergretter mit Spezialausbildung dabei.

Denn neben seiner Tätigkeit als Notarzt ist er auch Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, „Master of Peace and Security Studies“ sowie staatlich geprüfter Berg- und Skiführer. Von sich selbst sagt Martin Leitl, er sei „ein ganz normaler Mensch mit einem etwas ungewöhnlichen Lebenslauf.“ Das stimmt. Denn hinter den an sich schon spannenden Berufsbezeichnungen verbirgt sich eine erlebnisreiche Lebensgeschichte.

Neugierig, wissbegierig, weltoffen

1975 in Plattling am Rande des Bayerischen Waldes geboren und aufgewachsen, trieb es ihn nach Bundeswehrzeit und Medizinstudium in die weite Welt: mit dem Rucksack in Begleitung von Gleichgesinnten, als Freiwilliger bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr (ISAF, KFOR) und mit der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“. Die Liste der Länder, die er über die Jahre besucht hat, ist beeindruckend (siehe Info-Kasten). Wer sie liest, kommt nicht umhin, sich Martin Leitl als einen wissbegierigen und weltoffenen Menschen vorzustellen. Dabei sieht er sich keineswegs als Hasardeur oder Extremabenteurer. Eine wesentliche Konstante seines Lebens ist vielmehr ein breites Interesse an verschiedensten Tätigkeiten und eine leidenschaftliche Neugier auf die Welt, der er stets gefolgt ist. Was die Reiselust angeht, war sicherlich auch sein Vater prägend, leitete dieser doch Expeditionen des örtlichen Alpenvereines ins wilde Kurdistan auf den Ararat und nach Westgrönland.

Martin Leitl mit einem Patienten am Bergetau. Da der eingesetzte Hubschrauber über keine Seilwinde verfügt, werden die Rettungen mit einem Fixtau in angepasster Länge durchgeführt. Teilweise sind für diese Aktionen Seillängen von bis 200 Metern notwendig. Solche Rettungen stellen für die Piloten eine Königsdisziplin des Helikopterfluges dar.

Interesse an Krisenherden und Konflikten

Auffallend ist, dass ihn diese Neugier immer wieder in Konfliktgebiete zog, insbesondere in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten. Warum ist das so? „Natürlich ging es mir darum, zu helfen. Gleichzeitig wollte ich auch herausfinden, was tatsächlich hinter diesen Konflikten steckt. Wie denken und fühlen die Menschen? Ich wollte die Länder selbst kennenlernen und neue, eigene Perspektiven gewinnen. Erst vor Ort kann man nachvollziehen, warum etwas passiert. Ob nun als Privatperson, Sanitätsoffizier oder humanitärer Helfer“, sagt er.

Aktiv als Arzt und Bergführer

Allerdings: Das ständige Pendeln zwischen Heimat und fernem Ausland mit seinen teils schrecklichen Erlebnissen im Rahmen der Auslandseinsätze, es hinterließ Spuren. Sie führten schrittweise zu einem Umdenken. Ist dieses Leben auf Dauer wirklich gut für das innere Gleichgewicht? Blickt man nicht zu oft in die dunklen Abgründe des Menschen? Ist unter diesen Umständen eine „Karriere“ im Bereich humanitäre Hilfe wirklich das höchste Ziel? Martin Leitl fand seine eigenen Antworten. Zufluchtsort und Ziel seiner Freizeitaktivitäten waren schon immer die Berge; sie bilden die zweite Konstante in seinem Leben. Bereits als Kind unternahm er mit seinen bergbegeisterten Eltern lange Wanderungen. Früh stand er auf Skiern. Warum also nicht das Hobby zum Beruf machen, dachte er sich? Und so lebt und arbeitet er nun im Berner Oberland – und dies in einer „gesunden Mischung“: im Winter vorwiegend als Notarzt auf dem Rettungshubschrauber, im Sommer mehr als Bergführer.

EZM 12: Einsatz in der Gebirgsrettung

Neben der Reiselust gibt es noch etwas, das Martin Leitl schon immer fasziniert hat: mechanische Uhren. Sie sind für ihn sprichwörtlicher Ausdruck von Handwerk, Seele und Wertigkeit. Mechanische Uhren, sagt er, stellen einen sehr persönlichen Gegenstand dar. Sie sind etwas, das viel Freude bereitet, das man gern am Handgelenk trägt und das man an nachfolgende Generationen weitergeben kann.

Auf der Suche nach einer zuverlässigen Uhr stieß er auf den EZM 12, einen Einsatzzeitmesser, der speziell für den Luftrettungsdienst entwickelt wurde und damit ideal ist für ihn als Notarzt. Er schätzt an dieser Uhr ihre Robustheit, Funktionalität und Konzentration auf das Wesentliche. „Der EZM 12 ist absolut durchdacht, sehr stimmig, insbesondere was die Funktionen angeht“, lautet sein Fazit. „Es macht Freude, mit der Uhr zu arbeiten. Vor allem die Zeitmessung mit dem aufwärtszählenden Innendrehring und dem abwärtszählenden Außendrehring lässt sich sehr gut nutzen.“ Schließlich ist jeder Rettungseinsatz auch ein Kampf gegen die Zeit. Wo ein Rettungshubschrauber landet, geht es um jede Minute. „Wann bin ich beim Patienten angekommen? Wann habe ich ein Medikament gegeben? Wie lange habe ich reanimiert? Diese Fragen muss ich als Notarzt schnell beantworten können. Umso wichtiger ist es, die Zeit stets im Blick zu haben. Der EZM 12 unterstützt mich dabei optimal“, verdeutlicht Martin Leitl den Nutzen dieses leistungsstarken Instrumentes für seine Arbeit in der Gebirgsrettung.

EZM 12: Einsatz in der Antarktis

Beste Voraussetzungen also für den EZM 12, um sich bei einem weiteren ungewöhnlichen Einsatz zu bewähren. Denn für Martin Leitl ging es bereits zum zweiten Mal in die Antarktis, wieder im Auftrag des Alfred-Wegener-Institutes. Auch bei dieser Forschungsexpedition war er als Arzt und Bergführer gefordert. Ein anderer Einsatzzeitmesser hat die extremen Witterungsbedingungen ebenfalls mitgemacht und letztendlich mit Bravour gemeistert: Bei seiner ersten Forschungsexpedition in die Antarktis war es der EZM 10, der ihn am Handgelenk begleitete.

Martin Leitl auf einer Felsinsel im ewigen Eis der Antarktis. Er selbst spricht davon, dass dieser Ort wie ein unendliches „Open-Air-Kloster” sei, an dem man sich auf das Wesentliche konzentrieren könne. Bereits zum zweiten Mal durfte er im Auftrag des Alfred-Wegener-Institutes den Kontinent besuchen. Mit dabei war der EZM 12.

Martin Leitl hat viel gesehen von der Welt, von ihrer Schönheit und Faszination. Oft genug aber auch Dinge, die belastend sind, für Herz und Seele.

Afrika: Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Kamerun, Liberia, Mali, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sudan, Südafrika, Zentralafrikanische Republik

Naher und Mittlerer Osten/Asien: Afghanistan, Ägypten, Georgien, Iran, Israel/Palästinensische Autonomiegebiete, Jordanien, Kirgistan, Libanon, Marokko, Syrien, Tadschikistan, Türkei, Vereinte Arabische Emirate

Amerika: Alaska/USA, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Guatemala, Guadeloupe, Peru, Uruguay

Polarregion: Grönland, Nord-Norwegen, Spitzbergen, Antarktis

Weitere Infos unter www.fernsicht.org