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Bescheinigungen





Bescheinigungen des Germanischen Lloyds über die erfolgreiche Zertifizierung der Modelle U1, U2, UX und EZM3 nach den Europäischen Tauchgerätenormen EN250 und EN14143

Germanischer Lloyd zertifiziert SINN-Taucheruhren

Was hat der Germanische Llyod mit einer Uhrenmanufaktur aus Frankfurt am Main zu tun? Die renommierte Gesellschaft überprüft und zertifiziert unsere Taucheruhren – und zwar nach unterschiedlichen Kriterien: Stehen in dem einen Prüfverfahren die Wasserdichtheit und Druckfestigkeit im Mittelpunkt, geht es in einem zweiten Verfahren um etwas, was es in der Uhrenbranche bisher noch nie gegeben hat: Nämlich die Zertifizierung nach der europäischen Tauchgerätenorm!

Der Hintergrund: Bei jedem Tauchgang spielt der Faktor Zeit für das Überleben eine wichtige Rolle. Taucheruhren müssen deshalb wasserdicht, zuverlässig und robust sein und eine perfekte Ablesbarkeit bei allen Licht- und Wasserverhältnissen garantieren. Zudem: Für uns sind die Zertifizierungen selbstverständlich und das Einlösen eines Qualitätsversprechens. Unsere Angaben zu den Taucheruhren sind damit nicht nur in Worte gefasst, sondern auch durch Taten bewiesen.

Überprüfung auf Wasserdichtheit und Druckfestigkeit

Bereits seit 2005 überprüft der Germanische Lloyd unsere Taucheruhren auf Wasserdichtheit und Druckfestigkeit. Entsprechend diesen Zertifizierungsnormen ist das Modell U1 sowie die Modellreihe U1000 druckfest bis 100 bar, die Modellreihe U2 bis 200 bar und die Modellreihe UX ist sogar druckfest für jede erreichbare Tauchtiefe. Hier bestätigt der Germanische Llyod die Drucksicherheit des Gehäuses auf 12.000 Meter und des Uhrwerks auf 5.000 Meter Tauchtiefe. Die Prüfung wird in regelmäßigen Abständen an allen Serien dieser Modelle wiederholt, um die Konstanz der Qualität immer wieder zu dokumentieren.

Premiere: Zertifizierung nach europäischer Tauchgerätenorm

Kann man in einem Prüfverfahren von einer Taucheruhr das Gleiche verlangen wie zum Beispiel von einem Atemgerät? Um diese Frage zu beantworten, haben wir den Germanischen Lloyd 2006 beauftragt, zum ersten Mal überhaupt im Rahmen einer offiziellen Zertifizierung die Taucheruhren U1, U2, UX, EZM3 und – im Jahr 2007 – die Modellreihe U1000 als Tauchausrüstung aufzufassen und entsprechend der europäischen Tauchgerätenorm zu überprüfen. Die Überprüfung nach den Europäischen Normen EN 250:2000 und EN 14143:2003 war für beide Seiten absolutes Neuland. Denn: Die Normen beziehen sich auf die Tauchausrüstung und können deshalb nicht ohne weiteres 1:1 auf Uhren angewendet werden. Die Experten vom Germanischen Lloyd haben sie deshalb adaptiert und zwei Prüfreihen definiert. In der ersten Prüfung lagerten sie die Zeitmesser drei Stunden bei –20 °C, danach weitere drei Stunden bei +50 °C. Jeweils anschließend erfolgte die Kontrolle der Uhren bei beiden Temperaturen auf Ganggenauigkeit und Funktionssicherheit. In einer zweiten Prüfung mußten die Uhren drei Stunden bei –30 °C und 3 Stunden bei +70 °C und 95 % Luftfeuchtigkeit aushalten. Das Ergebnis: Temperaturbeständigkeit und einwandfreie Funktion konnten für die Uhren aus den Modellreihen U1, U1000, U2 und EZM 3 nach beiden Teststrecken festgestellt und die Zertifizierung erteilt werden. Das Testat erhielten auch die Uhren aus der Modellreihe UX, die aber aufgrund ihres Batteriebetriebs und der Ölfüllung einer adaptierten Prüfung bis –20 °C bzw. +60 °C unterzogen wurden.


Der „TÜV“ der Schiffahrt

Der Germanische Lloyd aus Hamburg sorgt für die technische Sicherheit von mehr als 5.700 Seeschiffen mit über 50 Millionen Bruttoraumzahl*. Mit seinen Richtlinien existiert ein weltweit abgestimmter Sicherheitsstandard für die Seefahrt. Die Gesellschaft beschäftigt mehr als 2.750 Mitarbeiter an 163 Standorten in 77 Ländern und setzt Schwerpunkte auch an Land: in der Öl- und Gasbranche, bei der Windenergie sowie der Bautechnik – und in unserem Unternehmen.

Gründung im Jahre 1867

Seinen eigentlichen Ursprung hat der Germanische Lloyd aber in der Seefahrt. Der Hintergrund: Wer im 19. Jahrhundert einem Schiff seine Waren anvertraute oder selbst als Besatzungsmitglied bzw. Passagier mitreiste, mußte auf Nummer sicher gehen. Dabei wollten sich Reeder und Kaufleute nicht alleine auf den guten Ruf des Schiffbauers oder Kapitäns verlassen. Schließlich war schon damals die technische Qualität eines Schiffs ausschlaggebend, damit Ladung und Passagiere sicher über die Meere gelangten. Also mußten objektive Kriterien geschaffen werden, um Sicherheitsstandards überprüfen zu können. Deshalb bildete sich am 23. Juni 1862 in Hamburg auf Initiative verschiedener Reeder ein Komitee, das über die Fragen der Schiffsklassifikation beriet. Am 16. März 1867 traf sich die Gründerversammlung um 14 Uhr im großen Saal der Börsenhalle in Hamburg. Mit diesem Treffen war der Germanische Lloyd als deutsche Klassifikationsgesellschaft aus der Taufe gehoben. Schnell war ein weltweites Netz von Inspektoren aufgebaut, um die technische Sicherheit von Schiffen klassifizieren zu können. Bereits Anfang 1869 war der Germanische Lloyd in allen wichtigen deutschen und internationalen Häfen wie Amsterdam, London, St. Petersburg, Konstantinopel und Singapur vertreten.

Weltweiter Marktführer in der Schiffsklassifikation

Mit dem Anwachsen der deutschen Handelsflotte stieg auch die Bedeutung des Germanischen Lloyd immer weiter an. Der Einzug der Computertechnik im Schiffbau führte schließlich zu einem kontinuierlichen Ausbau der betreuten Flotte. Zum 125-jährigen Jubiläum im Jahre 1992 waren es 4.200 Seeschiffe mit 18 Mio. BRZ. Containerschiffe und internationale Arbeitsteilung führten zu einem weiteren Anstieg der klassifizierten Schiffstonnage. Heute ist der Germanische Lloyd einer der weltweiten Marktführer in der Schiffsklassifikation. Mehr als 120 Flaggenstaaten haben die Gesellschaft autorisiert, hoheitliche Aufgaben wahrzunehmen.