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Der Schatz der Nordsee sind ihre Geschichten

Seit 1998 sucht Andreas Peters in der Nordsee nach versunkenen Schiffen. Am Grund liegt einer der größten Schiffsfriedhöfe der Welt. 50.000 Wracks sind es in der gesamten Nordsee, in der deutschen Bucht über 4.000.

Wracktaucher Andreas Peters setzt auf die U1000

„Nordsee-Expeditionen sind mein Steckenpferd. Wracktaucher bin ich von Herzen. Schatzsucher aus Leidenschaft.“ Das sagt ein Mann, der seit 1998 in der Nordsee nach versunkenen Schiffen taucht: Andreas Peters, 1973 im schleswig-holsteinischen Meldorf geboren und aufgewachsen. Als professioneller technischer Taucher wird er von einer außergewöhnlichen Leidenschaft angetrieben.

Andreas Peters mit der U1000 am Handgelenk. Der Taucherchronograph gehört für ihn als zusätzliches Sicherheitssystem zur Tauchausrüstung dazu.

Sein eigentlicher Beruf: Nautiker mit Kapitänspatent. Aber auch „Abenteurer“ lässt er gelten. Schließlich hat Wracktauchen nichts mit den geplanten Touren des Sporttauchens gemeinsam. „Als technischer Taucher arbeite ich in Grenzbereichen. Ich weiß nie genau, was mich dort unten erwartet. Also muss ich perfekt vorbereitet sein, so dass ich jedes Problem unter Wasser allein lösen kann. Ganz klar, seit den ersten Tauchgängen lasse ich mich jedes Mal auf ein Abenteuer ein. Anfangs war es die Faszination, Schätzen aus Gold und Silber nachzutauchen. Mittlerweile haben diese Schätze, die mich in die dunkle Tiefe treiben, eine sehr menschliche Komponente bekommen.“

So unberechenbar – die raue Nordsee

Sein liebstes Tauchgebiet, die Nordsee, macht die Aufgabe nicht leichter. Denn sie gilt als eines der anspruchsvollsten Gewässer der Welt. Andreas Peters gehört zu den wenigen, die sich hier auf die Suche wagen. Er gilt sogar als Pionier. Nicht umsonst ist die Rede von der rauen Nordsee. Da sind zum Beispiel die schlechten Sichtverhältnisse. Sie variieren zwischen 20 m und praktisch null, auch eine Unterwasserlampe dringt kaum durch. Oft liegt keine Strömung vor. Dann ist sie plötzlich so heftig, dass sie den Taucher mitzureißen droht. All dies, zusammen mit der Wetterlage, kann sich schlagartig ändern – während eines einzigen Tauchgangs. Hinzu kommt: Als Tidengewässer entwickelt die Nordsee, bedingt durch Ebbe und Flut, gefährliche Gezeitenströme.

Am Grund: einer der größten Schiffsfriedhöfe

Warum hängt dann sein Herz ausgerechnet an der Nordsee? Die Antwort lautet: 2.000 Jahre Seefahrtsgeschichte. Sie hat dafür gesorgt, dass auf dem dunklen Grund einer der größten Schiffsfriedhöfe liegt. 50.000 Wracks sind es in der gesamten Nordsee. Allein in der deutschen Bucht liegen über 4.000. Von mittelalterlichen Segelschiffen über Kriegsschiffe bis hin zu Transport- und Passagierschiffen, Fischkuttern und Sportbooten. Circa 450 Wracks hat Andreas Peters bisher betaucht.

Unter Tauchern zählt die Nordsee wegen ihrer schlechten Sichtverhältnisse und unberechenbaren Strömungen zu den anspruchsvollsten Gewässern der Welt.

Die Entdeckung der Cimbria

Einer seiner spektakulärsten Coups: die Entdeckung der „SS Cimbria“, der deutschen „Titanic“. Das Auswandererschiff war am 19. Januar 1883 auf dem Weg vom Hamburg nach New York vor Borkum im dichten Nebel gesunken. 437 Menschen – Männer, Frauen, Kinder – kamen ums Leben. Mit diesem Fund bekam das Wracktauchen für Andreas Peters einen besonderen Stellenwert. „Allmählich wurde mir klar: Das wirklich Kostbare besteht nicht aus Gold und Silber. Nein, es sind die Menschen, ihre Geschichten und Schicksale, die mich faszinieren. Seit diesem Aha-Erlebnis mit der Cimbria bin ich überzeugt: Die Geschichten sind der wahre Schatz, sie gilt es zu bergen. Denn mit dem Untergang eines Schiffes geht mehr verloren. Welche Träume, Hoffnungen und Ängste hatten diese Menschen? Wie haben sie gelebt? Woher kamen sie? Auf diese Fragen suche ich Antworten – während der Projektvorbereitung und beim Tauchen“, umschreibt er seine Mission.

Geschichte nimmt Gestalt an

Also ist Andreas Peters eher „Geschichtensucher“ und „Restaurator“. Jemand, der aufbewahren und wiederherstellen möchte – damit die Menschen, ihr Werden und Sein, nicht verloren gehen. Es gilt, denen die keine Stimme mehr haben, Gehör zu verschaffen. Wie lässt sich dies bewerkstelligen? Als Zeitzeugen dienen ihm Fundstücke, sogenannte Artefakte, die er ans Licht und damit zum Sprechen bringt. Zum Beispiel, wie im Fall der Cimbria, in Form einer Ausstellung und eines Buches, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Hinter jedem Fundstück steht eine Geschichte, die ich erzählen möchte und die dadurch Gestalt annimmt. Oft kommt der Zufall hinzu. So hat mich ein Urenkel des Kapitäns der Cimbria angerufen. In solchen Momenten merke ich: Historie lebt! Auch bei anderen Projekten haben sich Hinterbliebene gemeldet. Das sind Begegnungen, da geht mir das Herz auf, sie verursachen Gänsehaut. Diese Gespräche sind mein Gold und Silber. Allein die Vorstellung beim Tauchen, welche dramatischen Szenen sich abgespielt haben, löst bei mir Spannung und Neugierde, vor allem aber Betroffenheit aus. Durch die Artefakte und die Gespräche mit den Hinterbliebenen bin ich den Verstorbenen noch näher und kann eine Brücke schlagen zwischen dem vergangenen Geschehen und dem heutigen Wissen.“

Das technische Tauchen ist in vielerlei Hinsicht schwieriger als Sporttauchen. Um Risiken zu minimieren, braucht Andreas Peters eine spezielle Tauchausrüstung, die den rauen Bedingungen in der Nordsee standhält.

Die U1000: das ideale zusätzliche Sicherheitssystem

Jenseits von detektivischer Erinnerungsarbeit bleibt festzuhalten: Das technische Tauchen ist die extremste Variante des Gerätetauchens, bei der ein Profi wie Andreas Peters in Bereiche vordringt, die Sporttaucher nicht erreichen. Technisches Tauchen besitzt einen höheren Schwierigkeitsgrad, birgt mehr Gefahren, erlaubt nur geringe Fehlertoleranzen. Um das Risiko zu minimieren, braucht er eine spezielle Tauchausrüstung mit entsprechenden Ausrüstungskonfigurationen, aber auch Orts- und Gewässerkenntnisse, viel Erfahrung und eine perfekte Vorbereitung. Dazu gehört auch, dass er „eins ist mit seinem Material“. Insbesondere achtet er auf die Redundanz lebenswichtiger Ausrüstungsteile. Hier kommt der U1000 eine besondere Aufgabe zu. „Zwar setze ich einen modernen Tauchcomputer ein. Wer aber dieses Spezialgebiet ernst nimmt, taucht niemals ohne zusätzliches Sicherheitssystem wie die U1000. Beim Tauchcomputer kann die Batterie ausfallen, auch Rechenfehler sind möglich. All dies passiert mit der U1000 als mechanischem Chronographen nicht. Die Uhr gehört für mich zur Tauchausrüstung dazu. Ich verlasse mich hundertprozentig auf sie.“

Perfekte Ablesbarkeit, auch unter widrigen Sichtverhältnissen

Aufgrund der rauen Nordsee sind die Anforderungen an die Uhr extrem hoch. „Der Name Sinn Spezialuhren hat insbesondere unter technischen Tauchern einen Ruf, der für Qualität steht. Tatsächlich hat mich die U1000 noch nie im Stich gelassen. Die Funktionen arbeiten unter Wasser einwandfrei. Vor allem besticht sie durch ihre perfekte Ablesbarkeit, was unter den widrigen Sichtverhältnissen eminent wichtig ist – im Unterschied zum Tauchcomputer, dessen klein ausgelegte Digitalzahlen sich manchmal nur mühsam ablesen lassen. Ich schätze auch sehr den Tragekomfort, vor allem aber ihre Robustheit, da die Uhr ständig Gefahr läuft, anzuschlagen. Ich würde jedem empfehlen, der im Grenzbereich taucht, auf dieses Instrument zurückzugreifen.“ Kein Wunder, dass die U1000 im Vergleich zu anderen eingesetzten Taucheruhren bei Andreas Peters am besten abschneidet. Auch bei seinen zukünftigen Projekten geht sie mit auf Entdeckungsreise. Schließlich gibt es noch mindestens zwei Wracks, die er seit langem mit brennendem Herzen sucht. Heute oder morgen wird er sie finden, irgendwo am Grund der Nordsee, und dann ihre Geschichten erzählen.